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Westlicht, Bruce Gilden und unterwegs im Wiener Sonnwendviertel
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Wir hatten einen gemeinsamen Wienbesuch am 8. Februar 2026 ausgemacht. Da wir diesen gut nutzen wollten, ging es bereits früh los. Die ersten machten sich bereits um 05:59 auf den Weg zum Hauptbahnhof Graz. Alex, Gottfried und Roland reisten aus Leibnitz bereits mit dem Zug an. Pünktlich um 7:41 ging es dann los Richtung Wien.
Die erste Überraschung wartete auch nicht sehr lange auf uns. In Mürzzuschlag mussten wir den Zug verlassen und in einen Schienenersatzverkehr umsteigen. Eine äußerst freundliche Zugbegleiterin geleitete uns ans Ziel. Allerdings schienen nicht alle Busfahrer korrekt instruiert, denn manche wollten den Zielort Wiener Neustadt nicht anfahren. Nun denn, wir hatten Glück und ergatterten die letzten (Steh)-Plätze in einem der Busse ans gewünschte Ziel.
Dort angekommen wurden wir zuerst auf Bahngleis 3 für die Weiterfahrt geschickt. Dann gesellte sich auf Bahnsteig 2 ein Zug nach Wien - oder Villach? - man war sich nicht sicher. Nach vielem hin und her wurden wir dann aufgefordert, im Zug auf Bahnsteig 3 Platz zu nehmen und die Fahrt ging weiter.
Vom Hauptbahnhof Wien ging es mit der Straßenbahnlinie 18 direkt weiter in den 7. Bezirk (Neubau). Das Westlicht in der Westbahnstraße 40 ist der Schauplatz für Fotografie. Seit 2001 gab es dort über 120 Ausstellungen. In der näheren Umgebung befinden sich zahlreiche Fotogeschäfte. Unter anderem Leica, Camera31 und noch mehr. Also ein wahres Eldorado für alle Fotobegeisterten.
Von 28.11.2025 bis 22.02.2026 läuft eine Ausstellung über die Werke von Bruce Gilden.
Ein Ausschnitt aus dem Programm sagt dazu:
Bruce Gilden ist mit seiner unverwechselbaren Bildsprache einer der großen Vertreter der Street Photography und einer der kompromisslosesten Porträtfotografen unserer Zeit. Seit über fünf Jahrzehnten – und seit 1998 als Mitglied bei Magnum Photos – richtet er seine Kamera auf jene, die sonst im Schatten stehen: Randfiguren der Gesellschaft, Nonkonformist:innen und Außenseiter:innen. Mit radikaler Nähe und ungeschönter Direktheit schafft er kraftvolle Bilder, die uns unmittelbar konfrontieren, verstören und berühren.
Begeistert, aber auch schockiert betrachteten wir die Bilder, diskutierten, staunten und wunderten uns. Schlussendlich waren wir uns nicht ganz sicher, ob uns die Bilder inspirieren oder eher abschrecken sollten. Tatsächlich sind Bruce Gildens Werke aber einmalig.
Nach der Ausstellung ging es mit der Straßenbahn wieder zurück zum Hauptbahnhof. Wir wollten eine fotografische Reise durch das Sonnwendviertel machen. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Frachtenbahnhof, der aufgegeben und von 2012 bis 2023 in einen lebenswerten Stadteil entwickelt wurde. Es entstanden über 4.200 Wohnungen für ca. 10.000 Menschen, Arbeitsplätze, lokale Infrastruktur, ein Bildungscampus und ein Park.
Wir alle waren in den vergangenen Jahren immer wieder einmal hier und markierten diesen Stadtteil geistig als Fotolocation.
Nun war es soweit und wir durchstreiften die Straßen nach passenden Motiven. Im Vorfeld hatten wir ausgemacht, dass jeder nur mit einer Fixbrennweite anreist. So musste sich jeder auf eine Brennweite festlegen und konnte dann auch nicht mehr wechseln. Und so sind wir angereist:
- Alex: Canon RP + Sigma 50mm f/1.4
- Gottfried: Nikon Zf + Nikon 40mm f/2
- Norbert: Fujifilm X-E5 + Fujinon 23mm f/1.4
- Roland: Sony Alpha IV + Sony 35mm f/1.8
Eine durchaus interessante Mischung und damit waren auch recht unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.
Nachfolgend findest du eine kleine Auswahl.
Fotos von Norbert















Fotos Roland













Fotos Gottfried








